Jagt Shields le Clos‘ Weltrekord?

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Tag zwei des FINA/airweave Schwimm-Weltcups 2017 in Berlin startete am Montagmorgen mit den 100m Lagen der Frauen. Katinka Hosszu (HUN) gewann den Vorlauf klar in einer Zeit von 56.99 Sekunden und verfehlte den aktuellen Weltrekord lediglich um 32 Hundertstelsekunden. Sarah Sjostrom (SWE) schlug als Zweite mit fast einer Sekunde Rückstand nach 57.92 Sekunden an, Drittschnellste war Jenna Laukkanen (FIN, 59.43 Sekunden).

Klare Dominanz über die vier Vorläufe hinweg gab es auch über die anschließenden 200m Schmetterling der Männer. Tom Shields (USA), zwischenzeitlich auf Weltrekordkurs, schwamm in 1:50.60 Minuten die beste Zeit, gefolgt von Masayuki Umemoto (JPN), der mit deutlichem Abstand nach 1:53.90 Minuten anschlug, ebenso wie der Drittplatzierte Masaki Kaneko (JPN) mit 1:54.23 Minuten. Wenn Shields im Finale sein Tempo der ersten 150m halten kann, könnte sogar der Weltrekord von Chad le Clos in Gefahr sein – wenn dieser ihn nicht selbst angreifen kann. Le Clos wird sich im Finale unters Starterfeld mischen, hat er doch über 200m Schmetterling eine Wildcard.

Überschaubar die Anzahl der Starterinnen über 200m Rücken. Katinka Hosszu (HUN) setzte auch hier den Maßstab und siegte mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung nach 2:00.18 Minuten vor den beiden Deutschen Nadine Laemmler (2:06.35 Minuten) und Jenny Mensing (2:07.05 Minuten).

Ilya Shymanovich (BLR) schwamm in 26.16 Sekunden die Bestzeit aller fünf Vorläufe über 50m Brust der Männer, dicht gefolgt von Kirill Prigoda (RUS, 26.26 Sekunden) und Fabio Scozzoli (ITA, 26.36 Sekunden).

Insgesamt fünf Vorläufe und damit die größte Zahl aller Vorlaufteilnehmer einer Strecke sahen die Zuschauer über 50m Freistil der Frauen. Sarah Sjöström (SWE) entschied die Distanz in 23.22 Sekunden vor Femke Heemskerk (NED, 23.99 Sekunden) und Cate Campbell (AUS, 24.21 Sekunden) für sich.

Die ersten 100 Meter auf Weltrekordkurs (aufgestellt von Paul Biedermann 2009) war Danas Rapsys (LTU) über 200m Freistil der Männer. Am Ende verpasste der Litauer den Rekord in 1:42.28 Minuten jedoch deutlich um drei Sekunden (WR: 1:39.37 Minuten). Wird Rapsys die Zeit im Finale am Abend unterbieten können?

Auch in ihrem dritten Vorlauf setzte sich die „Iron Lady“ Katinka Hosszu (HUN) mit deutlichem Vorsprung durch und unterstrich damit ihre eindrucksvolle Form. Über 100m Schmetterling schlug sie nach 55.52 Sekunden vor Ranomi Kromowidjojo (NED, 56.63 Sekunden) und Ilaria Bianchi (ITA, 57.36 Sekunden) an. Ohne Frage ist die Ungarin eine der Top-Favoriten für die Finalläufe am Abend.

Radoslaw Kawecki (POL/50.89 Sekunden) entschied die Vorläufe über 100m Rücken der Männer für sich, dicht gefolgt von Markus Lie (NOR/51.13 Sekunden) und Grigory Tarasevich (RUS/51.20 Sekunden).

Auch über 400m Freistil der Frauen sahen die Zuschauer mit Mireia Belmonte (ESP) eine souveräne Spitzenreiterin. Die Spanierin hielt in 4:02.58 Minuten die Zweitplatzierte Kristel Kobrich (CHI, 4:05.46 Minuten) damit deutlich auf Distanz hielt, ebenso wie die Drittschnellste, Femke Heemskerk (NED, 4:05.79 Minuten).

Die letzte Disziplin waren abschließend 100m Brust der Frauen. Hier schlug Jenna Laukkanen (FIN) nach 1:04.87 Minuten als Erste vor Alia Atkinson (JAM, 1:05.71 Minuten) und Rikke Pedersen (DEN, 1:06.01 Minuten) an und setzte damit den Schlusspunkt der Vorläufe am zweiten Wettkampftag in Berlin.

In den Finalläufen stoßen neben den Vorlaufqualifizierten auch die Schwimmer mit den Wildcards zum Starterfeld dazu. Die Wildcards wurden aufgrund der Ergebnisse bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sowie den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Windsor Ende 2016 vergeben. Schwimmer mit Wildcards müssen die Vorläufe nicht zwingend bestreiten, sondern sind direkt für die Finalläufe gesetzt.


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